Kühe adoptieren

Mmh, bitte was? Patenschaft für ein Kalb?

Warum denn das? So ging es mir, als ich das erste Mal mit Petra sprach, die mir während eines gemeinsamen RTL-Drehs auf ihrem Hof von diesem „Standbein“ erzählte. Petra und ihr Mann Albrecht führen auf ihrem Demeter-Hof eine Milchviehwirtschaft. Und damit die Kälber bei ihren Müttern bleiben dürfen, werden zunehmend Patenschaften angeboten

Ich stelle euch nachfolgend drei Betriebe kurz vor, die mich allesamt voll mitgenommen haben:

  • Einen nur auf den ersten Blick „normalen“ Milchviehbetrieb, geleitet von Astrid.
  • Einen Gnadenhof für „Nutz-„Tiere, geleitet von Rebecca und Patrick, zwei unglaublich engagierte liebe Menschen.
  • Einen Lebenshof für Kälber und Kühe, die gerettet worden sind: „Kälbchenglück“ ist hier Programm, ein unglaublich ideell und toll betriebenes Projekt, das aber unser aller Unterstützung braucht.
  • Und einen Lebenshof für Kühe, geleitet von einem Team, das wir noch nicht persönlich kennen, aber bei dem gerade ein Freund eine umfangreiche Patenschaft übernommen hat. Und der ist begeistert von den Menschen und natürlich seiner Patenkuh (einer ehemaligen Milchkuh)!

Milchviehbetrieb Hellmig: Voll auf Zukunft getrimmt

Astrid gibt der „Wegwerfware Kalb“ wieder eine Identität! (©Milchviehbetrieb Hellmig)

Astrid Hellmig ist so eine Frau, die mutig genug ist, auf muttergebundene Kälberaufzucht zu setzen! Damit sie dies machen kann, bietet sie Patenschaften an. Astrid schreibt dazu:

Deshalb bedeutet für uns muttergebundene Kälberaufzucht, dass alle unsere Kühe ihr eigenes Kalb großziehen dürfen; und zwar über die gesamte Tränkephase. Keine Rotation nach vier Wochen, keine Kompromisse mit Ammen (außer eine Kuh nimmt ihr Kalb nicht an) und soweit wir es bewerkstelligen können und Unterstützung durch die Patenschaften bekommen, auch für jede Kuh (egal ob sie ein Top-Kalb zur Welt bringt oder eher ein weniger vielversprechendes, ein Frühchen oder gar krankes Kalb, die sich wirtschaftlich nicht wirklich rechnen).

Astrid Hellmig

Du siehst – da steckt viel ehrliches Herzblut dahinter. Und ja, wir sollten uns überlegen, Patenschaften zu übernehmen, damit Betriebe wie der von Petra oder von Astrid ihren Tieren ein Leben bieten können, das sie einfach nur verdient haben. Du hast dabei zweierlei Möglichkeiten:

  • Klar kannst du einfach so eine Patenschaft übernehmen, damit das Tier bis zum Ende seines Lebens gut leben darf. Ohne Tötung.
  • Oder aber Du übernimmst eine Patenschaft, bei der du später auch das Fleisch für einen entsprechend vergünstigten Preis bekommst. Hier gibt es die verschiedensten Modelle: Von Teilpatenschaften von 5 Euro / Monat bis hin zu Vollpatenschaften bis zu 120 Euro / Monat

Generell gilt: Jeder Cent hilft! Und zwar konkret! Dieses Geld im Rahmen einer Patenschaft wird 1 zu 1 eingesetzt, um den Tieren ein wesensgerechtes Leben inmitten ihrer Artverwandten zu schenken.

Und ja, man darf mal eine Sekunde darüber nachdenken, was eigentlich in einer industriellen Entwicklung vorher passieren musste, damit Höfe nun dazu genötigt sind…

Wir werden Astrid im November besuchen, ich freue mich schon sehr drauf, nachdem wir nun über Monate uns über Facebook ausgetauscht haben! (-: Hier geht es zur Website von Astrids Hof und hier zu ihrer Facebook Seite!

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SO muss eine Aufzucht aussehen! Danke, Astrid. (©Michviehbetrieb Hellmig)

Donkey Palace: Gnadenhof für „Nutz“ Tiere

Als ich das erste Mal vom „Gnadenhöfle Donkeypalace“ von Rebecca und ihrem wahnsinnig engagierten Team erfuhr, dann Einges las und Einblicke erhielt, konnte ich kaum mehr klar denken. Da haben echt Menschen sich gesagt:

Wir setzen alles was wir haben, ein, um Tieren, die in die Schublade „Nutztiere“ gerutscht sind, endlich ein Leben zu bieten. Teilweise, nachdem über Jahre das Tier Milchleistung geben musste, teils sind es junge Tiere, die Glück haben, mit frühen Jahren auf dem Donkeypalace einziehen zu können.

Auch der Austausch mit Rebecca, die den Hof gegründet hat und leitet, hat mich immer tief berührt. Mittlerweile quatsch ich mein gesamtes privates Umfeld zu mit den Tieren von diesem Gnadenhof. Am allerliebsten würde ich ihnen allen ans Herz legen: „Übernehmt bitte eine Patenschaft!!!!“

Aber ich habe gelernt, dass die Menschen ihre Zeit brauchen.

Bitte schaut Euch den Hof von Rebecca an, und unterstützt auf Eure Art: Mit Worten, mit Taten, mit Geld. Egal, nur schaut bitte hin! Diese Menschen widmen ihr Leben dem Helfen:

Kälbchenglück – Der Lebenshof

Auf diesem Hof sind absolute „Herzensmenschen“ am Werk! (Wie natürlich in all diesen Projekten!) Aber es lohnt sich so sehr, ihnen zum Beispiel auf Facebook zu folgen. Du kannst hier einfach schöne Geschichten nachlesen, Einblicke bei den Tieren erhalten, die einem Durschnittsmenschen sonst verborgen blieben:

„Unser Lebenshof für Kälbchen, Färsen, Ochsen und ehemalige Milchkühe besteht seit Oktober 2013 und liegt mit seinen Weiden im Oberbergischen Land, nahe Gummersbach.
Gegründet wurde er, um auf das Leid der Tiere in der Milchindustrie und Kälbermast aufmerksam zu machen und natürlich, um den Kälbchen, Kälbern und ehemaligen Milchkühen, welche daraus gerettet wurden, einen Lebensplatz zu schaffen.
Alle Kälber wurden von Ingrid Hawel, meist ab der Geburt, großgezogen. Wir haben bis heute mehr als 130 Kälbchen, Kälber und ehemalige Milchkühe befreit.

80 dieser geretteten Tiere leben hier auf zwei Höfen und können nun auf wunderschönen, naturbelassenen Weiden, mit reichhaltigem Blüten- und Kräuterangebot ihr Leben genießen und in Freiheit alt werden.

Unterstütze ihre Arbeit, wenn es Dir irgendwie möglich ist:

Bergwaldhof: Ein Lebenshof für Kühe

Ein Freund hat mich und uns auf diesen Hof aufmerksam gemacht, da er gerade für die Kuh „Herzilein“ eine Patenschaft übernommen hat. Dieser Hof beschreibt sein Engagement so:

„Wir sind ein Gnadenhof für Kühe“

Alle Kühe dürfen ihren Lebensabend auf dem Hof verbringen, sie dürfen einfach nur noch Kuh sein. 

Neben den eigenen ehemaligen Zuchtkühen, finden alte Milchkühe hier einen Platz. Sie sollen ihr Leben genießen, keine Kälber mehr bekommen, keine Milch mehr geben. 

Dieses Projekt können wir auf Dauer finanziell nicht alleine stemmen und sind deshalb auf Unterstützung von außen angewiesen, denn nur so ist es möglich das die Kühe hier lebenslanges Wohnrecht genießen können. 

https://www.bergwaldhof-1.de/Kuh-Patenschaft
©Bergwaldhof

Übrigens kannst du deine eigene Kuh hier hinstellen, der Hof bietet auch einen Aktivstall für Kühe! Und ich dachte, das gäbe es nur für Pferde und für Schweine!

Schau es Dir doch selbst einmal an:

Lioba und ich haben uns von all diesen wundervollen Beispielen inspirieren lassen und eine zwei Patenschaften übernommen.

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