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Für Kühe fühlen: „Butenland“ oder die Geburtsstunde des ersten Kuhaltersheims

Tränenreich

Neben mir im Kino sitzt eine Frau und weint. Und auch mir laufen immer wieder Tränen über die Wangen. Wir sehen nicht etwa den neuesten Rosamunde Pilcher Film.  Sondern „Butenland“, der ab dem 06.02.2020 in ausgewählten Kinos anlief. 

Butenland ist ein besonderer Film, der berührt und gleichzeitig zum Nachdenken anregt. Er erzählt die Geschichte zweier mutiger Menschen, die zu Beginn ihres Werdegangs kaum verschiedener hätten sein können: Während Jan Gerdes in einem konventionellen Milchviehbetrieb groß wird und diesen später übernimmt, ist seine spätere Partnerin Karin Mück militante Tierrechtlerin, die zu allen Taten bereit ist. Doch zum Glück kreuzten sich die Wege der beiden. Ja, Glück spielt generell eine große Rolle in dieser Geschichte. 

© Butenland offizielles Filmplakat

Unglaubliches Glück für zwölf Kühe

Jan ist seit Jahren unzufrieden mit der Haltung seiner Tiere und beschließt nach mehreren Schicksalsschlägen, den Hof der Familie aufzugeben. Ein Transporter soll die Tiere abholen, doch dieser bietet nicht genug Platz für alle Kühe.  Zwölf einzelne Tiere bleiben zurück. Diesen geben Jan und Karin das Versprechen, auf Hof Butenland bis zu ihrem natürlichen Ende leben zu dürfen – Die Geburtsstunde des ersten Altersheims für Kühe. 

Teilhabe an den Gefühlen zwischen Mensch und Tier 

Noch viele weitere Tiere dürfen im Laufe auf Butenland ihr Leben echt leben. Der Dokumentarfilmer Marc Pierschel hat Jan und Karin über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren begleitet und zeichnet auf berührende Art und Weise ein Bild vom Alltag auf Butenland. Er berichtet vom Werdegang des Hofes, von Glücksmomenten und Problemen. 

Ein Film, der unser modernes Zusammenleben mit (Nutz-)Tieren hinterfragt, manchmal extrem weh tut. Aber den Fokus auf das Glück der Tiere legt und diesen vor allem fernab von ihrer Rolle als Nutztiere einen individuellen Charakter zuschreibt. Mit Gefühlen, mit Sprache. Mit allen menschlichen Rechten, die wir ihnen zuschreiben sollten. 

Der Film beeindruckt vor allem in seiner Art zu zeigen, wie intensiv, ehrlich und authentisch Menschen für Kühe fühlen können. Das nimmt mit. Endlich! 

Bitte anschauen und wenn möglich: Andere dazu motivieren

Wir können Euch diesen Film nur ans Herz legen! Hier geht es zu den Terminen.

Vor allem aber wünschen wir uns, dass viele, viele Menschen diesen Einblick in die filmische Tier-Mensch-Interaktion nutzen werden, die bislang zu Rindern noch wenig oder keinen Kontakt hatten. Dieser Film wird einiges in ihnen ändern… 

Der offizielle Trailer: 

© Butenland | YouTube

Hier gibt’s noch mehr Informationen zum Film: 

© www.stiftung-fuer-tierschutz.de/

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