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„Das System Milch“: Augenöffner & Wege-Sucher für die Milchlust unserer Gesellschaft.

Bitte Augen auf

Eines kann der italienische Regisseur, Autor und Grimme Preis-Träger („Call me Babylon„) Andreas Pichler besonders gut: Hinter die Kulissen schauen. Dieses Mal direkt in die nationalen und internationalen Milchkuhställe. Aber keine mit Stroh, heimeligen Licht, das durch die mit Spinnennetzen versehenen Stallfenster leuchtet und glücklich darin schmausende Milchkühe zeigt. Sondern Fabriken, genauer: Milchfabriken. 

Die durchschnittliche Milchkuh ist längst zur industriellen Turbokuh lanciert. Mit einer natürlichen Milcherzeugung hat die Milchindustrie nichts mehr gemein. In eindrucksvollen Bildern und klaren Worten gelingt es Pichler, die an der Milchindustrie relevant beteiligten Akteure zu Wort kommen zu lassen. Sowohl die Gewinner, als auch die Verlierer. Die Dokumentation ist ein Augenöffner ohne moralischen Fingerzeig. Er soll zum Anders-Handeln anregen, nicht zum erschrocken wegschalten.  

Mir wurden die Augen geöffnet, ich werde meinen schon kleinen Milchkonsum noch mehr im Auge behalten und nur noch bewusst Milchprodukte konsumieren.Eine heftige aber qualitativ hochwertige Dokumentation.

„Mahox“ am 13.09.2019 um 9:51 Uhr;
exemplarische Rezension in der ARD-Sendungsübersicht

Ähnlich wie bereits die Dokumentation FOOD, INC. – WAS ESSEN WIR WIRKLICH?, die sich dem gesamten Spektrum der landwirtschaftlichen Lebensmittelerzeugung gewidmet hat, fußt die Dokumentation „Das Milch-System“ auf einer beachtenswert breiten und zugleich tiefen Recherchegrundlage. In 90 Minuten gibt Pichler, der selbst seine Jugend mit Kühen und Landwirtschaft verbracht hat, Antworten darauf, warum Gülle heute mehr wert ist als Milch und wie ein bewussterer Umgang von uns allen etwas verändern kann.

Statt Alpenkulisse aus der Werbe-Retorte lieber nach echter Herkunft schauen

Eines scheint sicher: Nach diesem Film werden viele bereits ihre Milch im Kaffee anders beäugen. Und nicht nur Pichler weiß: Anklagen bringt nichts. Jeder sollte nach seinem Vermögen entscheiden, was er oder sie jeden Tag tun kann. Bei jedem zweiten oder dritten Einkauf einfach schon mal darauf achten, welche Herkunft die Milch oder das Milchprodukt hat, wäre bereits ein großer Schritt. 

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